Beratungsverständnis

Der Gegenstand von Beratung sind Fragestellungen, die sich aus Konstellationen ergeben: aus situationsbezogenen Assemblagen von Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühlen und Verhaltensweisen, mit denen Personen auf ihre Umwelt, sich selbst und andere Personen Bezug nehmen.

 

Ein Beratungsprozess ist die interaktive, reflektierende Arbeit an solchen Konstellationen: Erforschung, Analyse, Verschiebung, Transformation, Erweiterung. Die Wirkung von Coaching oder Supervision ist entsprechend vielfältig und nicht im Detail vorhersehbar: sie reicht von der Reformulierung einer Fragestellung über die veränderte Wahrnehmung von Handlungsspielräumen oder Situationsmerkmalen über die Entscheidungsfindung hin zu konkreten Veränderungen im Denken und Handeln.

 

Dabei ist Handeln ein Reflexionsinstrument: Indem Handlungsoptionen von Ihnen in der Praxis variabel ausprobiert bzw. »riskiert«, verglichen, mit Beteiligten diskutiert und auf ihre Auswirkungen hin analysiert werden, werden die Zeiträume zwischen den Sitzungen zu wichtigen Komponenten des Beratungsprozesses.

 

Beratung ist in diesem Sinn »forschende« Kooperation mit dem Ziel, eine der Fragestellung trotz dieser Offenheit angemessene Wirkung zu erreichen.

 

Die Grundlage für wirksame Beratung ist die »Qualität« der Interaktion zwischen Ihnen und mir.

Sich auf Umwege und Ungewohntes einzulassen ist anspruchsvoll und kann Widerstände auslösen. Eine gute Arbeitsbeziehung beruht daher auf Vertrauen, Rollenklarheit und Humor.

 

Ich garantiere die Expertise bezüglich der methodisch-formalen Rahmung und Strukturierung des Beratungsprozesses, die gegenstandsbezogene Expertise bringen dagegen Sie in den Prozess ein.

Die Verantwortung dafür, welche Konsequenzen für die Fragestellung aus einem Beratungsprozess gezogen werden, liegt bei Ihnen.

Welches Format und welche Vorgehensweise für die Bearbeitung Ihrer Frage sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.

 

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Folgende Beratungsansätze dienen mir für theoretische Dialoge und situationsspezifische Arbeitsbündnisse:

 

  • Der systemische Ansatz setzt auf die Formulierung, Situierung, Analyse und Transformation von Fragestellungen, um Veränderungs- und Entscheidungsprozesse zu gestalten oder um die Spielräume für Denken und Handeln zu erweitern. Das entspricht den Grundsätzen meines Vorgehens.
  • Mit der Themenzentrierten Interaktion (TZI) teile ich die Überzeugung, dass die Reflexion von Situationen und Prozessen individuelle Faktoren, Aspekte von Interaktion, Rollen- bzw. Funktionsvariabeln und den jeweils relevanten Kontext sowie deren »dynamische Balance« zu berücksichtigen hat.
  • Aus der Psychoanalyse stammt der Übertragungsbegriff: Er erlaubt, Analogien der Beratungs-Interaktion mit der Interaktion am Arbeitsplatz zu konzeptualisieren und bearbeitbar zu machen.
  • Zudem spielt das Konzept der Lernenden Organisation für mich eine wichtige Rolle: auch in der Arbeit mit einzelnen Personen geht es um die (Re-)Organisation von komplexen Konstellationen.

Sie können in der Schweiz, im Großraum Berlin oder Wien, aber auch digital mit mir zusammenarbeiten. Kontaktieren Sie mich per Mail oder Kontaktformular.