Bildungsverständnis

Ich gehe davon aus, dass Bildung den Erwerb von Kompetenzen und die Entwicklung und Ausdifferenzierung von Haltungen umfasst. Kompetenzen sind dabei die Voraussetzung für angemessenes Handeln in konkreten Situationen, Haltungen die Voraussetzung für eine jeweils differenzierte Situationswahrnehmung. Dieser Begriff von Bildung beinhaltet die Bereitschaft, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, die Bereitschaft zur kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung mit den Ambivalenzen und der Diversität, die komplexe Situationen ausmachen sowie (Selbst-)Reflexion gegen die Versuchung, Haltungen mit rigiden Kategorisierungen gleichzusetzen.

 

Das bedeutet, dass ich in meiner Rolle als Erwachsenenbildnerin und in meiner Verantwortung für die Aus- und Weiterbildung von Erwachsenenbildner*innen neben der Gestaltung von Rahmenbedingungen für die Aneignung und Ausdifferenzierung von Ressourcen im Sinn von Wissen Können oder handlungsrelevanten Einstellungen die Förderung von Reflexionskompetenz als einen zentralen Bestandteil von Bildungsangeboten betrachte.

 

Außerdem gehe ich davon aus, dass ich Lern-und Entwicklungsprozesse bei anderen anregen, aber nicht kontrollieren kann. Selbstverantwortung ist daher eine notwendige Zutat in Bildungsprozessen. Das bedeutet, dass ich mich als Erwachsenenbildnerin primär für das Empowerment meiner Klient*innen und Teilnehmer*innen verantwortlich fühle.

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